Guten Morgen aus Kemin.
Erste Flachetappe Richtung Osten.
Fahren wie die Wahnsinnigen. Immer wieder schneiden die Marshrutka von links, wenn am Strassenrand Personengruppen auf Mitfahrt wartend in der Rushhour auftauchen.
Aus voller Fahrt ohne Gnade einfach nach rechts ziehen, abruptes bremsen, so das die Spur urplötzlich blockiert ist. Danach seelenruhig wartend, bis alle eingestiegen sind. Blinker benutzt sowieso niemand.
Marshrutka fahren hop on-hop of.
Dazu die ganzen Irren, die meinen mit Abstand überholen kostet extra. Das ist kein zufälliges, oh-nicht-gesehen! Nein! dazu sind es zu viele. Wo bin ich hier?
Und nicht alle erreichen Ihr Ziel an diesem Morgen. Ein crash in der Straßenmitte führt meist erst recht zur Anarchie, weil Nachfolgende trickreich vor dem Stau nicht warten wollen.
Nach 90min wird es zum Glück ruhiger. Der Verkehr läßt nach, es reiht sich nun Dorf an Dorf, kleine weiss gestrichene, geduckte Häuser in sehr einfacher Bauweise.
Viel sehenswertes gibt es nicht.
Kemin der Zielort beeindruckt mit einer stattlichen Zahl Baumärkten und Supermärkten, die neben Lebensmitteln auch alles andere führen von Suppentopf bis Klobürste, einige Restaurants, dafür ist der Bazar relativ klein.
An der einzigen Gostinitza fahre ich glatt 2 mal vorbei. bis der checkin erfolgt. Der Parkplatzwächter eilt aus seinem Kabäuschen und brüllt hinauf in den 4.Stock. Ein Fenster öffnet sich und die Aufnahme ist gesichert. Macht 1€ beim Parkplatzwächter für das einschließen des Fahrrades über Nacht. Hoffentlich finde ich am nächsten Morgen wieder.
Bezahlt wird nur in cash Nur Bares ist wahres. Die Gostinitza bietet fahrenden Monteuren günstigen Schlafplatz, aehr spartanisch eingerichtete Zimmer und Küche für 6,50€. Das einzige Bad auf dem lange Flur im sowjetstyle ist gewöhnungsbedürftig.
Eine typische Herberge für Montage ohne Extras, trotzdem ist der Flur am Abend gut belegt. In der Küche gibts weder Wasserkocher noch andere Utensilien und ich überlege, warum ich bloß den Kaffeekocher zu Hause ließ.
Die Babushka gestattet die Benutzung ihrer Privatküche, dreifach gesichert mit Schlössern. Immerhin Kaffee ist gesichert. Monteure brauchen hier nach der Arbeit keine Küche sondern Flüssiges.
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